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BYTEC Ratgeber · Beitrag 3 von 8

Kapazität ist nicht Gewinn: So rechnen Sie KI ehrlich

Viele KI-Rechnungen versprechen Einsparungen, die nie auf dem Konto ankommen. Der Grund ist fast immer derselbe: Freigesetzte Zeit wird mit eingespartem Geld verwechselt.

STAND OKTOBER 2026 · 2 MIN. LESEZEIT

Schritt 1: Stunden ehrlich schätzen

Vorgänge pro Monat × Minuten pro Vorgang ÷ 60 = Stunden pro Monat. Zählen Sie Kontrolle und Korrekturen mit, und rechnen Sie nur mit dem Teil, den ein Agent realistisch übernimmt.

Schritt 2: Vollkosten pro Stunde

Gesamtkosten einer Stelle pro Jahr, also Lohn, Sozialabgaben, Arbeitsplatz und Gemeinkosten, geteilt durch rund 1'800 produktive Stunden. Beispiel: CHF 120'000 ÷ 1'800 ≈ CHF 67 pro Stunde. Unser Rechner arbeitet mit CHF 65 als Startwert.

Schritt 3: Kapazitätswert

Stunden pro Monat × Vollkosten pro Stunde × 12. Beispiel: 200 Stunden × CHF 65 × 12 = CHF 156'000 pro Jahr.

Der entscheidende Unterschied

CHF 156'000 sind nicht automatisch CHF 156'000 mehr Gewinn. Behalten alle Mitarbeitenden ihr Gehalt, spart das Unternehmen zunächst kein Geld. Es gewinnt Arbeitskapazität.

Wann aus Kapazität Geld wird

  • Es fallen weniger Überstunden an.
  • Externe Dienstleister oder Temporäre werden weniger gebraucht.
  • Das Unternehmen wächst, ohne dass eine zusätzliche Stelle nötig wird.
  • Schnellere Abläufe bringen mehr Aufträge oder kürzere Wartezeiten.
  • Weniger Fehler bedeuten weniger Nacharbeit.

Jeder dieser Effekte lässt sich messen. Rechnen Sie nur mit denen, die in Ihrem Unternehmen wirklich eintreten können.

Schritt 4: Kosten abziehen

Ziehen Sie Einrichtung und Betrieb ab (siehe Was ein KI-Agent wirklich kostet). Was übrig bleibt, ist der rechnerische Nutzen, noch kein Ergebnis.

Schritt 5: Im Pilot messen statt annehmen

Die beste Zahl ist die gemessene. Ein Pilot über rund 30 Tage zeigt, wie viel Zeit tatsächlich frei wird und wie viel davon wirtschaftlich wirkt (siehe Der erste KI-Pilot).

Probieren Sie es mit Ihren Zahlen aus: zum Rechner.

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